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Eine Kickbox-Weltmeisterin als Fitnesstrainerin für einen Männer-Kreisligisten: Dilara Kocak und die Jungs von der DJK Sparta Langenhagen. [Foto: Rainer Hennies]
Dilara Kocak ist Weltmeisterin im Kickboxen und gibt den Ton an, wenn bei Sparta Langenhagen eine besondere Fitnesseinheit angesetzt ist. Die 24-Jährige kennt dabei kein Pardon. „Manche Jungs können ein bisschen Feuer durchaus gebrauchen“, meint sie. Nebenbei sorgt sie in der Kreisliga selbst als Torjägerin für Furore.
„Auf geht’s, Jungs! Hopp, hopp“, tönt es über den Sportplatz bei Sparta Langenhagen. Aber nicht in der gewohnten Stimmlage von Jamal Miri, dem Trainer des Kreisligisten aus Hannover. Es ist eine Frau, die ansagt, was zu tun ist. Dilara Kocak, 24-jährige Weltmeisterin im Kickboxen, führt Regie, wenn bei Spartas Männern eine spezielle Fitnesseinheit angesetzt ist. „Schneller, komm, gib dir mehr Mühe, streng dich an.“ 30 Minuten lang treibt Kocak die Männer an ihre Grenzen. Auf dem Platz kennt sie keine Gnade.
Kocak zieht ihr Programm gnadenlos durch. Die Jungs schwitzen und stöhnen, während die 1,63 Meter kleine Kampfsportlerin locker lächelt. Eine echte Powerfrau eben. Sie erklärt, korrigiert und feuert an. „Manche Jungs können ein bisschen Feuer durchaus gut gebrauchen“, meint sie. Als Kampfsportlerin erfährt sie das ständig selbst in ihrem täglichen Training.
„Ich bin durch meinen Bruder zum Kickboxen gekommen. Der sollte als Jugendlicher ein bisschen fitter werden, meinten meine Eltern damals. Ich bin mal mitgegangen, fand das gut und bin seitdem vom Kampfsport-Virus infiziert“, skizziert sie ihre eigenen Anfänge vor zehn Jahren. Seitdem ist sie in ihrem Fitnessdrang kaum zu bremsen. Kocak trainiert nebenbei auch Anfänger, Kinder und Jugendliche. „Ohne Sport wäre mein Leben nur halb so viel wert. Der Sport hat mein Selbstbewusstsein deutlich gestärkt.“
"Manche Jungs können ein bisschen Feuer durchaus gebrauchen"
Am 21. März 2015 erlebte Kocak ihren bisher größten Erfolg: Sie wurde in Tiflis/Georgien durch einen K.o.-Sieg Weltmeisterin des Verbandes A1WWC in der Kickboxdisziplin K1. Bereits 2013 hatte die Hannoveranerin mit türkischen Wurzeln den Titel der Deutschen Meisterin der Amateure im klassischen Boxen gewonnen. An der Fightschool Hannover erweitert sie ihr Repertoire durch Mixed Martial Arts und ist auch als Instruktorin aktiv. Von einem Fachmagazin wurde Kocak zur Kampfsportlerin des Jahres 2015 gewählt.
Die Langenhagener Fußballer lobt sie. „Die Jungs machen sehr gut mit.“ Das gilt auch beim TuS Altwarmbüchen, ebenfalls ein Kreisligist, der die Kickboxerin gelegentlich für Fitnesseinheiten anheuert. Auch TuS-Trainer Andreas Sommer ist hochzufrieden. „Dilara überzeugt durch Können und Fitness. Das akzeptieren die Jungs dann gerne. Man merkt, dass sie es gewohnt ist, vor einer Gruppe zu agieren.“
Kocaks zweite Liebe neben dem Kickboxen ist Fußball. Sie ist glühender Fan von Borussia Dortmund, spielt selbst bei DJK Sparta Langenhagen im Frauenteam, aktuell Kreisliga-Spitzenreiter. Im Verein hat sich schnell herumgesprochen, wer da spielt und die Männer haben einfach mal angefragt, ob sie vielleicht mit profitieren könnten. Sie dürfen. Dilara Kocak ist sogar ein kleines bisschen stolz, dass sie so gefragt ist. Seit Saisonbeginn ist sie zur Unterstützung im Training dabei. „Ich kenne Übungen aus dem Kampfsport, die auch für die Fußballer gut sind“, sagt Kocak. „Mir macht das Spaß.“ Den Spartanern offenbar auch.
Im Winter war die Kickboxerin von Borussia Hannover zum Kreisklassenmeister nach Langenhagen gewechselt. Bei Borussia hatte Kocak in nur drei Spielen 15 Tore geschossen. Die technisch starke Stürmerin ist beidfüßig und zeigt sich auch im neuen Team torhungrig. Der erste Hattrick ist bereits geschafft. Die aktuelle Bilanz: sieben Spiele, sieben Siege, ein Gegentor und bereits zehn Kocak-Treffer. Spartas Frauen sind auf dem Weg zur Meisterschaft und in die Bezirksliga.
Altwarmbüchens Trainer Sommer ist froh über den Kontakt zu Dilara Kocak. Ein Bekannter, der um ihre Fitness- und Fußball-Leidenschaft wusste, hatte sie angepriesen. Sommer wurde neugierig, lud Kocak ein und ist begeistert. „Meine Jungs sind nach einer halben Stunde völlig platt, weil sie diese Power und auch einige Übungen nicht gewöhnt sind“, erzählt er. „Dazu kommt das Ungewohnte, von einer jungen Frau so herausgefordert zu werden. Das ist einfach anders und eine willkommene Abwechslung.“
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